Re: Aufbereitung/Entsorgung von 30 jährigem Klärschlamm

Diskussionsforum für Klärwärter und Abwassertechniker

Geschrieben von Biit am 05. Juni 2012 07:37:07:

Als Antwort auf: Re: Aufbereitung/Entsorgung von 30 jährigem Klärschlamm geschrieben von Bodo am 04. Juni 2012 19:20:14:

Es handelt sich um ca. 30'000 to.

Über welche Menge an Klärschlamm sprechen wir?

Hier eine Kurzfassung als Einleitung zu meiner Frage:
In den 80er Jahren wurde aufgrund eines Klärschlamm- Überschuss ein Zwischenlager erstellt. Der angelieferte Klärschlamm wurde mit ca. der gleichen Menge Branntkalk vermischt. Ziel war es, den Klärschlamm mechanisch soweit zu stabilisieren, dass dieser maschinell „eingebaut“ werden konnte. Inzwischen sind zwei Jahrzehnte verstrichen und das einstige Klärschlammzwischenlager ist noch immer vorhanden. Nun muss der Klärschlamm aufgrund eines Bauprojektes fachgerecht entsorgt werden.
Eine Ausbringung für landwirtschaftliche Zwecke ist in der Schweiz seit 2006 nicht mehr gestattet. Eine Deponierung ist aufgrund des hohen TOC-Gehaltes ohne weitere Behandlung nicht möglich. Durch die mechanische Stabilisierung mit Branntkalk wurde der Klärschlamm auch chemisch „stabilisiert“ (pH liegt bei ca. 13-14).
Ein erster Versuch im kleinen Rahmen zeigte, dass der TOC-Gehalt mit Waschprozessen um ca. 30% reduziert werden kann. Behandlung im Drehrohr (Pyrolyse) funktionierte als Pilotversuch ebenfalls. Eine Verbrennung wäre machbar, allerdings sind die Kosten dafür zu hoch. Oder lohnt sich eine Verbrennung / Pyrolyse sofern die Asche/Schlacke mit dem enthaltenen Phosphor separiert werden kann? Ideal wäre ein Verfahren, welches mit mobilen Anlagen vor Ort durchführbar wäre...
Hat jemand von euch noch weitere Ideen oder ist mit einer ähnlichen Situation vertraut? Für Ideen, Tipps und Anregungen bin ich dankbar.



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