Re: Aufbereitung von Abwasser einer Getränkeindustrieanlage

Diskussionsforum für Klärwärter und Abwassertechniker

Geschrieben von Heiko am 31. Juli 2012 08:53:03:

Als Antwort auf: Aufbereitung von Abwasser einer Getränkeindustrieanlage geschrieben von Meymol am 30. Juli 2012 00:48:12:

Hallo Meymol,
für mich sieht es so aus, als handele es sich in deinem Fall um ein Abwasser aus der Lebensmittel- oder Getränkeindustrie. Diese sind normalerweise durch eine hohe CSB und BSB5 Belastung gekennzeichnet und weisen eine gute biologische Abbaubarkeit auf. Anaerobe Verfahren dienen dazu, diese Belastungen auf eine Art abzubauen, dass gleichzeitig möglichst wenig Schlamm anfällt. Zudem kann das entstehende Biogas verwertet werden.

Eine weitere Möglichkeit die Belastungen zu reduzieren ist eine Flockung der Feststoffe mittels eines polymeren Flockungsmittel. Unsere renommierten Chemie-Konzerne beraten dich diesbezüglich sicherlich gerne. Eine gründliche Feststoffabtrennung ist auch im Hinblick auf eine anschließende Behandlung im Membranverfahren sinnvoll.

Das Membranverfahren wiederum kann sinnvoll sein wenn die Biologie beispielsweise durch das Desinfektionsmittel beeinträchtigt wird. Allerdings gibt es heute eine Reihe von Trägermaterialien für die Biologie welche mit Desinfektionsmitteln problemlos zurecht kommen (Vorversuche erforderlich!). In diesem Fall würde ich ein Belebtschlammverfahren empfehlen, da Membranverfahren sehr viel Energie und Platz benötigen und eine entsprechende Wartung erfordern (Reinigung und Austausch der Membranen).

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen,
ansonsten am besten ein paar weitere Eckdaten posten.

Heiko


Hi Leute
man bin ich froh euch gefunden zu haben :thumbsup:
Ich habe folgendes Problem. Angenommen ich habe folgende Abwässer: -"Normale" Abwasser, also es sind kleinstmengen von Lauge enthalten und auch organisches Material zB Zucker - Laugenlösung - Säurenlösung - Desinfektionsmittel
Ich habe rausgefunden, dass man normales Abwasser ganz gut mit einem Membranfilter, was nachdem Prinzip der Umkehrosmose funktioniert, soweit aufbereiten kann, dass es zum Vorspülen und Nachspülen der Leitungen und Anlagen reicht.
Ich bin aber nicht so ganz im Klaren wie man die restlichen Fluide, die nachheinader im CIP-Prozess durch die Rohrleitungen gepumpt werden aufbereiten kann.
Ich habe folgendes gefunden: Verfahren mit anaerobem Schlammbett-Reaktor. zb: http://www.envirochemie.com/envirochemie/de_DE/29.php
Meint ihr ich kann alle 4 Lösungen durch diese Anlage leiten, und anschließen eine Membranfiltration anschließen, um Spülwasser und den Rest umwelfreundlich in die Kanalisations zuführen :?:
Oder war das jetzt zuviel des guten :?:
Danke im vorraus :)



Antworten:

Diskussionsforum für Klärwärter und Abwassertechniker