Re: Lagerung von Abwässern aus Biogasanlagen

Diskussionsforum für Klärwärter und Abwassertechniker

Geschrieben von Dipl. Ing. Werner Schiefer am 23. November 2012 14:35:38:

Als Antwort auf: Re: Lagerung von Abwässern aus Biogasanlagen geschrieben von Heiko am 23. November 2012 11:20:48:

Nun, es geht hier mehr oder weniger um die Beachtung der Energiebilanz und um die Frage, ob ich die Entsorgung meines Schlammes/meiner Schlämme von Dritten vornehmen lasse, oder ob ich dies in Eigenregie bewerkstellige. Bei der KA Wien, Simmeringer Heide ist lediglich eine Ausfaulung des Schlammes vorgesehen. Der Faulschlamm wird danach "zum Nachbarn" geschickt. Der "Nachbar" (WienStrom) erhält einen um die Energie für die Verstromung im Brennwert reduzierten Schlamm (Faulschlamm), den er nicht etwa kostenlos entgegennimmt, noch kostenlos entsorgt (wie zu Zeiten der Ausbringung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen). Der Schlamm wird dort verbrannt und es wäre geradezu grotesk anzunehmen, dass dieser Schlamm sich nun - reduziert um die Energie zur Energiegewinnung - besser verbrennen läßt. Das Gegenteil ist der Fall! Ich hoffe doch stark, dass das Ziel "möglichst hohe TS-Gehalte" bei den Schlämmen zu erzielen, nachwievor höchste Priorität eingeräumt wird. Ein hoher TS-Gehalt beeinflusst zwar nicht seinen Brennwert, aber dafür die Energieausbeute in der Verbrennung (weniger Wasser ist zu verdampfen). Bereits bei einer Menge von 5.000 t/a, eingedickt auf 30% TS und bei Entsorgungskosten von € 50,00/Tonne kann Klärschlamm wirtschaftlich ausgetrocknet und zur Energiegewinnung genutzt werden. Bei einem jährlichen Aufkommen von 180.000 t Klärschlamm mit 30% TS (Wien) bedeutet dies - ohne Hinzunahme von Erlösen einer Energieausbeute -
9 Mio. Euro eingesparte Entsorgungskosten!
Ich hoffe doch inständig, dass man meinen Aussagen nicht blind vertraut! Ein gewöhnlicher Taschenrechner, das Nutzen der Kenntnis um die Verwendung der Grundrechenarten, bringt jedem die Wahrheit näher. Vielen Dank für die Möglichkeit einen Diskussionbeitrag leisten zu können! Gruß, Werner Schiefer



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