Re: Sinn und Unsinn von Schlammfaulungsanlagen

Diskussionsforum für Klärwärter und Abwassertechniker

Geschrieben von Heiko am 23. Januar 2013 09:10:12:

Als Antwort auf: Re: Sinn und Unsinn von Schlammfaulungsanlagen geschrieben von Dipl. Ing. Werner Schiefer am 22. Januar 2013 18:37:30:

Es freut mich dass wir inzwischen zum Ergebnis gekommen sind, dass der Weg der Schlammfaulung richtig ist und wir nur noch über das Detail sprechen wo die Entwässerung erfolgen sollte. Ich möchte in diesem Zusammenhang nochmal den Satz von Klärer55

"Die Braunkohle hat einen Wassergehalt von 45 - 60 %, der Klärschlamm von 25 % bei einem Anteil von ca. 5 % Klärschlamm an der Kohle liegt der zusätzliche Wasseranteil im Schwankungsbereich der Braunkohle selbst"

aufgreifen. Im Umkehrschluss würde dies folglich bedeuten, dass wenn wir uns Gedanken über die Trocknung des Klärschlammes machen wir uns auch Gedanken über die Trocknung der Kohle machen müssten, welche ja schließlich 95% der Gesamtmasse ausmacht. Zudem gehe ich davon aus (Szenario theoretischer Natur) dass sich die Kohle wesentlich unproblematischer trocknen liese als der unbehandelte Klärschlamm.

Deshalb kann die Devise nur lauten: Die Vorteile der Schlammfaulung nutzen, entwässern und entsorgen.

Heiko


Hallo Klärer55,
das Angebot bleibt natürlich bestehen, selbst wenn es zur Zeit nicht benötigt wird. Ich habe einige Informationen zur Klärschlammtrocknung zusammengetragen. Unter anderem habe ich Infos (Wirtschaftlichkeitsberechnung) anhand der von Ihnen eingestellten Praxisdaten erarbeitet/erarbeiten lassen! Das ist aber so viel Text, da kommen Ihnen meine bisherigen Beiträge "kurz und bündig" vor. Wenn Sie wollen, lasse ich Ihnen diese Info auf anderem Wege zukommen (email?). Sie können ja dann entscheiden, ob eine Veröffentlichung in diesem Forum Sinn macht. Selbstverständlich sichere ich Ihnen Vertraulichen Umgang mit Ihrer Adresse zu. Ich habe (und will) nichts verkaufen! Gruß, W. Schiefer
P.S.: 1,8 Mio. Tonnen stehen 180.000 Tonnen gegenüber. Sollte preislich günstiger sein, auf das Pumpen zu verzichten. Leider gibt es keine Angaben bezüglich Entsorgungskosten pro Tonne!
Hallo
@ Dipl. Ing. Werner Schiefer,
Danke für das Angebot zur Versuchsanlage zur Schlammentwässerung. Leider kommt dies 2 Jahr zu spät, da damals Versuche mit verschiedenen Entwässerungsaggregaten gefahren wurden und wir uns für eine Zentrifuge mit besonderer Flockenaufbereitung entschieden haben. Diese Anlage wird zur Zeit installiert.
Bezüglich der Schlammentwässerung auf der Kläranlage Wien denke ich das es durchaus Sinn macht diese auf dem Werk Simmeringer Haide der Fernwärme Wien durchzuführen, da ein Schlamm mit 4 % TS besser zu pumpen ist als ein Schlamm mit 37 % TS.
LG
Klärer55



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